
| Einwohnerzahl: | 43.000 (2008) |
|---|---|
| Oberbürgermeister: | Stefan Bosse |
| Ort der Vielfalt seit: | 23. September 2008 |
In Kaufbeuren leben ca. 43.000 Einwohner, 20% haben Migrationshintergrund. Hier sind 91 Nationalitäten mit einer großen Anzahl von Spätaussiedlern (5.500 Einwohner) vertreten. Aufgrund des Integrationskonzeptes und dem offenen Umgang mit Migrationsfragen legt die Stadt großen Wert auf ein Miteinander und gegenseitige Toleranz. Dies zeigt sich insbesondere bei den Herausforderungen der Integration in dieser Stadt, aber auch an den Projekten „LOS“, „Xenos“ und "VIELFALT TUT GUT.". So sind allein im „Integrationsforum Bayern“ 45 Integrationsprojekte verschiedener Träger der Stadt Kaufbeuren verzeichnet.
Die Integration wird von Seiten der Stadt nicht als Problem, sondern als Herausforderung und Chance der Zukunft, auch im Hinblick auf den demografischen Wandel, angesehen. Durch starke Öffentlichkeitsarbeit versucht die Stadt eine Atmosphäre der Toleranz und Vielfalt zu schaffen und Vorurteile aus der Welt zu räumen. Hier finden viele öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Begegnungen statt. Die Einbindung aller, auch der Migrantenorganisationen, hat hohe Priorität. Themen der Vielfalt sind eigens in einer Koordinierungsstelle in der Stadt auf Abteilungsleiterebene angesiedelt. Die Maßnahmen werden dort gebündelt und unterstützt. Durch diese Koordinierung setzt die Stadt nach außen ein Zeichen für den offenen Umgang mit der Verschiedenheit der Menschen in dieser Stadt.
Eine Vielzahl von Netzwerken, Begleitausschüssen und Arbeitsgruppen trägt und gestaltet dieses Konzept des positiven Umgangs mit Migration und Integration. Die Projekte im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT." spiegeln dies ebenfalls wieder. Diese sind darauf gerichtet, aus der lokalen und überregionalen Vergangenheit zu lernen und ein positives Bewusstsein für Vielfalt und Toleranz in Zukunft zu fördern. Unter anderem sollen diese Projekte dazu dienen, keine Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus aufkommen zu lassen und ein Klima für Toleranz zu schaffen. Auch der europäische Gedanke wird in einer Koordinierungsstelle für europäische Angelegenheiten umgesetzt.
(Stand September 2008)