| Einwohnerzahl: | 25.900 (2009) |
|---|---|
| Bürgermeister: | Ronald Seeger |
| Ort der Vielfalt seit: | 25. Mai 2009 |
Die Stadt Rathenow gehörte in den vergangenen Jahren immer wieder zu den Schwerpunktgebieten der rechtsextremen Szene im Land Brandenburg. Bereits im Jahr 2000 erklärten sich aus diesem Grund Rathenower Bürgerinnen und Bürger nach wiederholten Übergriffen gegen Asylbewerberinnen und Asylbewerber bereit, der rechten Szene offen gegenüber zu treten. Als Ergebnis wurde der Ausschuss „Tolerante Stadt Rathenow“ vom damaligen Bürgermeister gegründet. Aktiv setzten sich die Mitglieder des Ausschusses, dazu gehörten Bundes- und Landtagsabgeordnete, Stadtverordnete, der Landkreis Havelland und weitere Vereine, für die Belange der Asylbewerberinnen und Asylbewerber und der in Rathenow lebenden Ausländerinnen und Ausländer ein. Der Ausschuss agierte bis 2005.
Im Jahr 2006 wurde das Aktionsbündnis „Rathenow schaut nicht weg – Rathenow zeigt Flagge“ gegründet. Das Aktionsbündnis ist eine Initiative anständiger Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehören die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region, die Mitglieder der Rathenower Stadtverordnetenversammlung, die Rathenower Schulen, der Seniorenrat, die Mitglieder des Rathenower Unternehmervereins, des Rathenower Einzelhandelsverbandes und des Gaststättenverbandes, der Kreissportbund, das Kinder- und Jugendparlament, die Antifa Westhavelland, das Mobile Beratungsteam Brandenburg und natürlich der Bürgermeister der Stadt Rathenow. Die Mitglieder des Bündnisses setzen sich offen und aktiv gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Nazitreffpunkte ein. Und natürlich steht das Bündnis für Toleranz und Integration. Gemeinsames Ziel ist eine breite Front gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.
Zu den Beispielen der aktiven Arbeit für Toleranz, Vielfalt und Demokratie im vergangenen Jahr zählen u. a.:
Des Weiteren wurde die im Jahr 2001 entwickelte Kampagne „Miteinander-Füreinander“ weitergeführt. Das auf Pins und Aufklebern befindliche Logo der Aktion macht deutlich, wer sich aktiv an der Initiative beteiligt, wer nicht wegschaut, wenn jemand in Gefahr ist. Ebenso wird auf der Homepage der Stadt Rathenow aktuell über das Aktionsbündnis berichtet. Interessierte erfahren alles über die Initiative und über geplante Aktionen.
(Stand Mai 2009)