| Einwohnerzahl: | 184.877 (2008) |
|---|---|
| Landrat: | Uwe Schulze |
| Ort der Vielfalt seit: | 23. September 2008 |
Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld steht für Weltoffenheit und Toleranz. Als Standort für die internationale Solar- und Chemieindustrie sowie als Standort einer Fachhochschule, die u.a. von vielen Studentinnen und Studenten aus dem asiatischen Raum besucht wird, ist das Engagement für Vielfalt ein wichtiger Schwerpunkt der politischen Arbeit. Durch das Netzwerk für Migration und dem lokalen Familienbündnis in Anhalt-Bitterfeld mit seinen thematischen Arbeitsgruppen werden die landespolitischen Bemühungen auch von den Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft unterstützt.
Die mehr als zehnmal durchgeführte jährliche Aktionswoche „Genauso anders wie Du“ oder modellhafte Förderungen wie das „Lotsenprojekt“ zur Sicherung von Integration sind nur zwei Beispiele für das gemeinsame Engagement. In der Kinder- und Jugendarbeit des Landkreises ist die Erziehung zu Toleranz und Demokratie ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Internationale Jugendcamps in verschiedensten Kommunen des Landkreises oder das jährliche Fuhnespektakel, ein regionales Musikevent für Toleranz, sind Beispiele erfolgreicher Bildungsarbeit. Der regelmäßige Jugendkreistag bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit der direkten Teilhabe an demokratischen Prozessen. Hier können sie eigene Ideen entwickeln und deren Umsetzung aktiv begleiten. Mit dem Bundesprogramm "VIELFALT TUT GUT.", das seit Januar 2007 umgesetzt wird, war es möglich, diese Initiativen zu stärken und weitere Akteurinnen und Akteure, beispielsweise aus Verwaltung und Wirtschaft, zum Mitmachen zu motivieren.
So haben sich einzelne Schulen um den Titel „Schule mit Courage“ beworben oder sich in beispielhafter Art als Ort der Bildung im Sozialraum etabliert. Der Landkreis unterstützt aktiv die Landeskampagne „Hingucken und Einmischen“, die im November 2006 in Bitterfeld gestartet ist. Seitdem gibt es regelmäßige Bildungs- und Informationsangebote für Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen und die interessierte Öffentlichkeit. Mit der klaren Positionierung aller zivilgesellschaftlichen Kräfte für Vielfalt und Toleranz, die sich beispielsweise im "Netzwerk für Demokratie und Toleranz Sachsen-Anhalt" und nun auch in der Bewerbung als "Ort der Vielfalt" widerspiegelt, wird deutlich, dass Anhalt-Bitterfeld ein Landkreis ist, der Toleranz und Vielfalt erlebbar gestaltet.
(Stand September 2008)